Patenschaften

Seit Anfang des Jahres 2002 gibt es die Möglichkeit konkreter Hilfe für sehr bedürftige Kinder, meist Waisenkinder, oft AIDS-Waisen, die von Großmüttern oder anderen Verwandten mühsam mit versorgt werden.

In den Shiyane-Gemeinden sind von den dortigen Partnerschafts-Verantwortlichen Kinder benannt und unserer Hilfe empfohlen worden. Mit 120 Euro jährlich kann der nötigste Bedarf für ihren Schulbesuch finanziert werden. So fällt es den Verwandten, die oft selbst kaum das Nötigste zum Leben haben, leichter, die Verantwortung für ein solches Kind noch mit zu übernehmen.

Schuluniform und warme Mahlzeit

Meist sind es die Großmütter, die oft mehrere Enkelkinder versorgen, und auch wenn vom Staat mittlerweile die Renten erhöht wurden und Kindergeld gezahlt wird, ist das Geld knapp und reicht nicht für eine notwendige Schuluniform oder für Schulmaterial. Zwar wird Schulgeld nicht mehr von allen Schulen gefordert, aber einige Schulen bieten eine warme Mahlzeit an, die natürlich auch extra bezahlt werden muss.

„Unsere Kinder waren nackt, aber ihr habt sie bekleidet“; so drückte eine Großmutter ihren Dank über die Unterstützung durch Paten aus, und gemeint war damit, dass sie endlich ihrem Enkelkind die gewünschte Schuluniform kaufen konnte: Auch in Südafrika sind Äußerlichkeiten wichtig und heben das Ansehen und das Selbstbewusstsein!

Persönliche Beziehungen

Die Pateneltern bekommen die Unterlagen über das Kind (Foto, persönliche Daten, Kopien von Zeugnissen u. ä.). Nach der Auszahlung der Gelder im Januar schreiben viele Kinder, um sich bei ihren Paten zu bedanken, und oft erhalten sie eine Antwort. So wachsen auch auf dieser Ebene persönliche Beziehungen. Darauf sind die Patenkinder besonders stolz, und die ganze Gemeinde nimmt Anteil.

Mittlerweile werden mehr als 500 Kinder von Paten unterstützt.

Die offizielle Patenschaft endet mit dem Schulbesuch, aber einige Pateneltern haben auch darüber hinaus noch Kontakt zu ihrem Patenkind.

Richtlinien Patenschaften