28.03.2017  

Dr. Walter Jarecki mit der Broschüre zum Vortrag

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Wie kam die Reformation nach Verden?

Viele Interessierte beim Vortrag in der St. Johanniskirche

Am Montag, 27. März, hatte der Kirchenkreis Verden in die St. Johanniskirche in Verden eingeladen und knapp 200 Geschichtsinteressierte sind der Einladung gefolgt.

So konnte der Referent, Dr. Walter Jarecki, seinen Vortrag "Die Reformation im Hochstift Verden" vor einer vollen Kirche präsentieren.

Entlang der Lebensläufe von vier Bischöfen im 16. Jahrhundert zeigte er auf, wie sich die neue Lehre im Raum Verden nur zögerlich durchsetzen konnte und zum Teil zu schweren kriegerischen Auseinandersetzungen führte. War Erzbischof Christoph von Braunschweig-Lüneburg während seiner fast 60 jährigen Amtszeit (1502-1558) noch ablehnend gegenüber der neuen Lehre aus Wittenberg, so näherten sich seine Nachfolger Georg von Braunschweig-Lüneburg und Eberhard von Holle nach und nach dem reformatorischen Gedankengut an. Dabei spielten die Besetzung des Domkapitels und sein Einfluss immer wieder eine wesentliche Rolle. Besonders unter Philipp Sigismund, wurde ab 1586 die reformatorische Lehre auch in der Ausstattung und Gestaltung der Kirchen umgesetzt. Am Veranstaltungsort, in der Johanniskirche konnten deutliche Spuren dieser Neugestaltung durch Phillipp Sigismund direkt in Augenschein genommen werden.

An diesem Abend stellte Dr. Jarecki auch die von ihm verfasste Broschüre zum Vortrag vor, die bei Interesse hier bestellt werden kann:

Kerstin Dierolf,Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Verden,                             Tel 04231-985 08 04, Mail: kerstin.dierolf@ich-will-keinen-spamevlka.de

Die Broschüre wird in den Sommermonaten auch in vielen "Offenen Kirchen" im Kirchenkreis für Interessierte ausliegen.

Dr. Walter Jarecki, geb. 1948, war zuletzt 20 Jahre Leiter des Ratsgymnasiums in Rotenburg/Wümme. Er promovierte mit einer Arbeit über die monastische Zeichensprache. Seine bisherigen Veröffentlichungen galten dem Verdener Andreasstift und dem welfischen Bischof Philipp Sigismund.