27.09.2017  

Der Referent ganz im Zeichen der neuen Verfassung: Dr. Rainer Mainusch aus Hannover

<- Zurück zu: Kinder Jugend Familie

Neue Kirchenverfassung für die Landeskirche in Arbeit

Rückblick auf die Informationsveranstaltung in Verden am 17. Oktober

Die Landeskirche Hannovers überarbeitet ihre Verfassung und will dabei so viele Kirchenmitglieder wie möglich beteiligen. Deshalb wird in allen Kirchenkreisen über das Projekt informiert und Interessierte können ihre Kommentare und Vorschläge über ein Internetportal eingeben.

Bei der Informationsveranstaltung im Evangelischen Jugendhof Sachsenhain fand Pastor Dieter Sogorski: „Das ist auch ein Stück Selbstbewusstseinsschulung für die Gemeindeglieder – nicht nur die veränderten Inhalte der Verfassung, sondern auch der Prozess ihrer Entstehung.“ So trafen sich knapp 30 Interessierte zu einem Vortrag über die Entstehung und die veränderten Inhalte der geplanten Verfassungsänderung der Landeskirche Hannovers.

Referent war einer der Gestalter des neuen Textes: Dr. Rainer Mainusch, Oberlandeskirchenrat aus Hannover. Als Mitglied des Landeskirchenamtes ist er seit November 2015 mit dem Thema befasst und konnte verständlich die geplanten Änderungen darlegen. „Uns geht es bei der Diskussion um die Verfassung nicht nur um Formulierungen, sondern um die künftige äußere Gestalt der Kirche. Wir wollen den bestmöglichen Rahmen für die Gestaltung der Kirche schaffen.“

Schon in ihrer Begrüßung wies Superintendentin Schölper auf das Auffälligste hin: „Der Ton ändert sich. Das theologische Selbstverständnis hat sich weiterentwickelt und das drückt sich auch im Ton aus.“ Der Text ist insgesamt einladender geworden und stellt die jetzige kirchliche Realität der Gemeinden besser dar als vorher. Zu den Neuerungen gehört unter anderem auch, dass begründet wird, weshalb es die Kirche überhaupt gibt, das war bei der Entstehung im Jahr 1965 noch ganz selbstverständlich gewesen.

Die theologischen Grundlagen der kirchlichen Arbeit werden klar formuliert, die Ämter und Dienste von Haupt- und Ehrenamtlichen dargestellt und der öffentliche Auftrag der Kirche begründet. Auch das Verhältnis zur Ökumene und zu anderen Religionen wird dargelegt. Jugendliche und junge Erwachsene werden in besonderer Weise angesprochen. Die Vielfalt und die unterschiedlichen Formen kirchlichen Lebens, die es heute in der Landeskirche gibt, werden dargestellt. Und es ist darauf geachtet worden, dass der Raum für eine weitere Entwicklung offen bleibt.

 

Die Resonanz bei den Zuhörenden war durchweg positiv. Frau Günther, Kirchenvorsteherin aus Fischerhude äußerte sich: „Schön, dass der Text sprachlich entrümpelt und insgesamt gekürzt wurde. Mir gefällt auch, dass der geistliche Auftrag so deutlich benannt wird.“ Manche der Gäste aus Kirchenvorständen und Gremien des Kirchenkreises hatten sich schon ausführlich mit den Texten befasst und ganz konkrete Fragestellungen mitgebracht. Dr. Mainusch nahm alle Anregungen aus Verden auf und wird sie in die Weiterarbeit am Text einbringen.

Interessierte können noch bis zum Ende des Jahres ihre Kommentare abgeben unter www. kirchenverfassung2020.de.

 Eine Gegenüberstellung der alten und neuen Texte finden Sie hier als pdf-download: