12.12.2017  

Die Tür steht offen- vom Gemeindehaus zum Begegnungszentrum St. Nikolai

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Von der Theorie zur Praxis-

St. Nikolai geht den nächsten Schritt im Projekt Gemeinwesendiakonie

Von der Theorie zur Praxis, von der Idee zur Tat: seit mehr als einem Jahr plant in der Kirchengemeinde St. Nikolai eine Projektgruppe Schritte zu einem Begegnungszentrum für den Stadtteil.  Unterstützt durch eine Kampagne der Landeskirche sollen Kirchengemeinden in ihren jeweiligen Stadtteil hineinwirken, wollen sich öffnen für neue Formen der Arbeit.

In Verden gibt es dazu eine Kooperation mit der Stadt, die neben den bestehenden Begegnungszentren am Oderplatz und am Hoppenkamp gerne am Plattenberg einen weiteren Standort für altersübergreifende Stadtteilarbeit aufbauen möchte. Die Planungen sind mittlerweile so weit gekommen, dass seit Dezember Sven Kracke mit einer halben Stelle mit der Umsetzung der Ideen beauftragt ist. Der Personalkostenzuschuss der Stadt Verden ermöglicht den Schritt von der Idee zur Tat.

Mit Sven Kracke beginnt ein Mann mit vielen Erfahrungen aus der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. In verschiedenen Jugendzentren hat er in den vergangenen 14 Jahren seine Ideen eingebracht, zuletzt in Asendorf. Nun freut er sich, in seine Wahlheimat Verden zurückzukehren. „Es reizt mich, dass hier etwas neu aufgebaut wird und alle Altersgruppen daran teilnehmen können. Alle hier sind in Aufbruchsstimmung, das ist eine gute Sache!“, so Sven Kracke zu seinen ersten Eindrücken. Eine Rolle in seiner Arbeit spielt immer die Musik. Er ist Schlagzeuglehrer und hat sich in einem Musikstudium besonders mit Musik und Kindern beschäftigt. „Improvisation und Komposition sind mit allen Altersgruppen ohne große Vorbereitung möglich, da springt gleich ein Funke über,“ äußert er sich zu seinen musikalischen Plänen. Neben musikalischen Angeboten soll es ganz unterschiedliche Möglichkeiten im Haus geben.  

Zurzeit orientiert sich Sven Kracke in Verden, lernt die anderen Begegnungszentren kennen, die in einem Netzwerk unter Leitung von Silja Weßelmann von der Stadt Verden in regelmäßigem Austausch über ihre Arbeit stehen. Vor Ort plant er gemeinsam mit der Projektgruppe und der Kirchenkreissozialarbeiterin Heike Walter die nächsten Schritte. Wichtig ist dabei, den Stadtteil und die umliegenden Schulen im Blick zu haben und über den Blickwinkel der Kirchengemeinde hinaus zu gehen. Das Haus ist für Menschen jedes Alters und jeder Religion offen.

Für Volker Kriedel und Jutta Adomeit vom Kirchenvorstand St. Nikolai knüpft das Projekt an die frühen Jahre des Gemeindezentrum an: „In der 1970er Jahren gab es Tage, an denen das ganze Haus voller Jugendlicher war. Es war ein Treffpunkt, an dem man seine Freizeit verbringen konnte,“ erinnert sich Jutta Adomeit.

Gerade werden erste Ergebnisse einer Umfrage in der Kindertagesstätte und in den Schulen ausgewertet, um die Interessen und Wünsche der Menschen im Stadtteil besser kennen zu lernen. „Mitmachen“ ist ausdrücklich erwünscht, wer Ideen hat und sich engagieren möchte, kann sich per Mail an Sven Kracke melden. Das Büro und ein Telefon werden noch eingerichtet.

Kontakt: Mail: sven.kracke@ich-will-keinen-spamevlka.de

 

Foto: von links: Heike Walter, Kirchenkreissozialarbeiterin, Sven Kracke, neuer Mitarbeiter für das Begegnungszentrum St. Nikolai, Jutta Adomeit und Volker Kriedel vom Kirchenvorstand St. Nikolai