Gegen Ungerechtigkeit und Benachteiligung

Teilen und Verzichten

1994 hat der Kirchenkreistag diesen Fonds gegründet als Beitrag des Kirchenkreises zum Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Der Gerechtigkeitsfonds setzt sich zur Aufgabe, dem biblischen Grundgedanken Teilen und Verzichten Geltung zu verschaffen. Gespeist wird dier Fonds durch den Anteil von 10% an den jährlichen Zinseinkünften des Kirchenkreises - also mit Geldern, die nicht erarbeitet werden, sondern „zuwachsen“.

Verwendung der Mittel

Die Mittel werden verwendet, um in unmittelbarer Nähe und weltweit Menschen zu unterstützen, die im weitesten Sinne unter Ungerechtigkeit und Benachteiligung leiden. Beispiele sind die Unterstützung von ehemals in unserem Landkreis eingesetzten Zwangsarbeitern aus dem Osten, die Hilfe für Opfer von Naturkatastrophen, die Beihilfe zu einem Projekt mit Straßenkindern in Brasilien oder die mehrfache Unterstützung von Kriegsopfern im ehemaligen Jugoslawien.

Empfänger bei uns und weltweit

Eine besondere Bedeutung haben Hilfen für spezielle Projekte in unserem Partnerkirchenkreis Shiyane in Südafrika. Aber auch Notsituationen von Menschen im direkten Umfeld – im Kirchenkreis Verden – konnten durch den Fonds berücksichtigt werden. Bis Ende 2005 wurden in 81 Fällen insgesamt 135.000 Euro Hilfe geleistet. Anträge für entsprechende Projekte können an das den Aussschuss des Kirchenkreistages für "Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung" gestellt werden.

Der biblische Leitsatz

Die Verwaltung des Gerechtigkeitsfonds misst sich an dem Jesus-Wort, das schon bei der Gründung des Gerechtigkeitsfonds im Kirchenkreis Verden entscheidender Leitsatz war: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan“ (Matth. 25,40).

Kontakt

Vorsitzende des KKT-Ausschusses "Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung": Pastorin Marina Kortjohann